Der Ortsverein Großenseebach

Der OV Großenseebach wurde am 10. März 1992 gegründet, nachdem sich die Mitglieder aus Heßdorf und Großenseebach am 08. Januar vom OV Seebachgrund trennten und je einen eigenen Ortsverein gründeten.

Bis zum Jahr 1982 war der Ortsverein Weisendorf für die Großenseebacher SPD-Mitglieder zuständig. Das Jahr 1982 war auch das Jahr des Misstrauensantrages gegen den Bundeskanzler Willi Brandt, welches Rainer Barzel verlor. In diesem Jahr wurde in Heßdorf der neue Ortsverein „Seebachgrund“ ins Leben gerufen durch einen Zusammenschluss der SPD-Mitglieder der Gemeinden der neugebildeten Verwaltungsgemeinschaft Heßdorf-Großenseebach.
Den SPD-Vorsitz übernahm Bernd Döbbelin aus Hannberg. 1984 traten die SPD-Mitglieder der Gemeinde Großenseebach erstmals zur Wahl des Gemeinderats an. Christa Seeliger konnte dabei genügend Stimmen sammeln und konnte sich als erste Frau in den bisherigen Männer-Gemeinderat durchsetzen. Sie vertrat in den nächsten sechs Jahren die SPD im Großenseebacher Gemeinderat.
In dieser Zeit erschien auch erstmals der „Seebachspiegel“, die Zeitschrift des Ortsvereins der SPD, die von Sepp Böck initiiert wurde. Dieser informierte regelmäßig über kommunalpolitische Themen und sorgte dabei auch regelmäßig für Aufsehen.
Im Jahr 1990 trat die SPD zur Gemeinderatswahl an mit der Liste „SPD und Unabhängige“. In den neuen Gemeinderat zogen seitens der SPD Christa Seeliger, Klaus Matscheck und Sepp Böck ein.
Weiter konnte Christa Seeliger von 1990 bis 1996 einen Platz im Kreisrat erkämpfen.
Am 8. Januar 1992 folgte die Teilung des Ortsvereins „Seebachgrund“ in die Ortsvereine Heßdorf und Großenseebach.

Die feierliche Neugründung des Großenseebacher Ortsvereins fand am 10. März 1992 statt. Klaus Matscheck wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Die Kommunalwahl im Jahr 1996 bescherte der SPD erneut 3 Sitze im Gemeinderat: Klaus Matscheck, Siegfried David und Sepp Böck vertraten in den nächsten 6 Jahren die Belange der SPD in der Gemeinde. In diesem Jahr wurde der Vorsitz über den Ortsvereins von Gabi Wöhler übernommen. Seit 2001 wird der Ortsverein von Barbara Ramm geführt.
Im Jahr 2002 schickte die SPD mit Barbara Ramm erstmals eine Bürgermeisterkandidatin für Großenseebach ins Rennen. Der Mut und das Engagement wurde durch die Bürger belohnt: die SPD war jetzt mit 4 Sitzen im Gemeinderat vertreten: Barbara Ramm, Siegfried David, Ursula Kachlick-Schrumpf und Gabi Wöhler.
Das Amt der 2. Bürgermeisterin wurde in dieser Wahlperiode durch Barbara Ramm ausgeübt.
Zur Kommunalwahl im Jahr 2008 wurden mit Barbara Ramm, Ursula Kachlick-Schrumpf und Doris Strößner nochmals gleich drei SPD-Frauen in den Gemeinderat gewählt.
Die Zielsetzung, mehr Frauen in den Gemeinderat zu bringen, verfolgte die Ortsgruppe explizit im Wahlkampf. Dazu wurde die Wahlvorschlagsliste alternierend mit Frauen und Männern besetzt.
Diese Vorgehensweise stellte sich als äußerst erfolgreich dar.
An die Erfolge der Vorjahre konnten auch die SPD-Kandidatinnen und Kandidaten bei der Kommunalwahl 2014 anknüpfen: Mit Carina Geist setzte die SPD auf ein völlig neues Gesicht im Rennen um den Posten des 1. Bürgermeisters. Ziel war es außerdem, den 4. Sitz im Gemeinderat zurückzuerobern. Dieses Ziel konnte 2014 erreicht werden. Carina Geist, Werner Schrumpf, Barbara Ramm und Dr. Klaus Korn wurden in den Gemeinderat gewählt. Rosi Schmitt besetzte 2014 ebenfalls sehr erfolgreich einen Platz im Kreisrat.
Seit Oktober 2015 ist Oliver Hees Nachrücker im Gemeinderat für die aus privaten Gründen zurückgetretene Barbara Ramm. Auch die Neuwahlen im Vorstand des SPD-Ortsvereins Großenseebach, im Oktober 2015, brachten einige Veränderungen. Nach über 13-jähriger Arbeit im Gemeinderat und 14 Jahren als Vorsitzende gab Barbara Ramm ihre Ämter auf. Als neuer Vorsitzender wurde Werner Schrumpf gewählt.

(Verfasser: Walter Flaßbeck, Stand: November 2015)